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Der frühere Pfarrer Jörg-Michael Peters, jetzt Weihbischof in Trier
Weihbischof Robert Brahm eröffnete Sternsingeraktion 2008 in Losheim
Erwin Graus, Priester aus Losheim, als Pfarrer in Bolivien
In der Ortsmitte von Losheim erhebt sich auf einer durch die umliegende Bebauung kaum mehr wahrzunehmenden Anhöhe die Pfarrkirche St. Peter und Paul.
Seit dem ersten nachchristlichen Jahrhundert läßt sich auf diesem heutigen Kirchenhügel eine Nutzung als Kult- und Begräbnisstätte nachweisen. Auch nach der Einführung des Christentums und nach dem Zurückdrängen der römisch-keltischen Kultur bleibt die einmal geheiligte Stätte des römischen Friedhofs kultischen Zwecken vorbehalten. Hier kam - vielleicht schon im 6. Jahrhundert, spätestens aber in den beiden folgenden Jahrhunderten - die Losheimer Christengemeinde zur Feier des Gottesdienstes zusammen.
Die heutige Pfarrkirche
Die heutige Pfarrkirche wurde unter Beteiligung von Pastor Groß 1946 konzipiert. Die Entwürfe machen aus der ehemaligen gotischen bzw. postgotischen Hallenkirche eine weiträumige Basilika, die sich an frühchristlichen bzw. romanischen Kirchenräumen orientiert.
Der 55 Meter lange, 19 Meter breite und im Mittelschiff 15 Meter hohe, weiträumige Kirchenbau setzt sich aus einer Vorhalle mit Orgelempore, einem dreischiffigen Langhaus und einem durch einen halbrunden Chorbogen begrenzten Chorraum zusammen. Architekt Stockhausen aus Neunkirchen errichtet 1953 an der Südseite der Westfassade auch den neuen Kirchturm, der 1954 mit einer Turmuhr als Geschenk der Zivilgemeinde versehen wurde.
2000 Jahre Losheimer Kulthügel
Die 2000-jährige Geschichte des Losheimer Kulthügels wurde 1958 von Bildhauer Hans Glave auf sechs Bronzeplatten auf dem Hauptportal der Kirche dargestellt.
Sie beginnt mit einem römischen-keltischen Mausoleum zur Zeit des Kaisers Augustus. Beweis für dieses Alter ist ein Stein mit Inschrift, der 1948 gefunden wurde. Weitere Fundstücke von 1948 waren Statuen, Reste einer Säule, prachtvolle Kapitelle sowie Aschenkisten und Abdeckwalzen der Mauern des Mausoleums.
Die Franken zerstörten dieses antike Werk und verarbeiteten die Abdeckwalzen zu Steinsärgen. Aus den Resten des Mausoleums enstand wahrscheinlich eine Turmkirche mit rechteckigem Grundriß und zwei kleineren Anbauten. In den Fundamenten dieses Baues lagen schöne Ornament-Stücke des keltisch-römischen Werkes. Vermutlich war dies Absicht, um den Sieg Christi über das Heidentum anzudeuten. Die Turmkirche wurde der Mittelpunkt einer fränkischen Siedlung, bis sie durch einen Brand zerstört wurde.
Um 1000 enstand unter dem Mettlacher Abt Focold eine romanische Kirche mit Rundchor, jedoch ohne Turm.
Wiederum ein Mettlacher Benediktinerabt, Egbert von Altsteten, errichtete um 1510 eine spätgotische Hallenkirche in Losheim. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts war diese zu klein geworden. Um 1711 wurde die Kirche daher um ein Schiff nach Norden erweitert. Diese neue Kirche war damit halb so groß wie das im Jahre 1945 zerstörte Gotteshaus. Um 1782 wurde die Losheimer Kirche abermals zu klein. Da die wirtschaftliche Lage günstig war, entschloß man sich zu einer wesentlichen Erweiterung. Es entstand ein schöner, heller, großer Raum, der etwa 50 m lang, 16 m breit aber nur 8 m hoch war.
Das Mittelschiff war schmal, der ganze Bau war nach Innen ein Barockbau, nach Außen fügte er sich mit dem etwa um 1809 erbauten klassizistischen Turm gut in das Ortsbild ein.
Am Morgen des 14. März 1945 wurde die alte Losheimer Dorfkirche durch Bomben und Granaten in Schutt und Asche gelegt. Nur die beiden Außenmauern nach Norden und Südosten überdauerten die Kriegseinwirkung. 1947 begannen umfangreiche archäologische Grabungen, 1948/49 wurde die neue Kirche im Rohbau ohne Turm fertiggestellt und am 15.11.49 benediciert. Der Turm wurde 1954 zugleich mit der neuen Treppe nach dem Markt erbaut.
Informationen zur Orgel: Klick auf Foto rechts